Pflanze und Anbau

Besonders wohl fühlt sich die Sojapflanze in heißem und feuchtem Klima. Hier wächst und gedeiht die einfache Hülsenfrucht bis zu zwei Meter hoch.

In der Regel dauert es 150 bis 200 Tage, bis das buschartige Gewächs in voller Pracht steht, seine weißen und hell-lila Blüten zeigt und zwei bis zehn Zentimeter lange Hülsenfrüchte hervorbringt.

Diese enthalten das kostbare Gut der Pflanzen: Etwa fünf gelbe, braune oder schwarz-violette Samen, die eigentlichen Sojabohnen.

Übrigens: Sojasprossen gibt es nicht!

Was heute landläufig als Sojasprossen bekannt ist, sind in Wahrheit die frisch gekeimten Samen der Mungobohnen. Mungobohnen sind mit den Sojabohnen nur entfernt verwandt, beide gehören jedoch zur Familie der Hülsenfrüchte und vereinen viele Ernährungsvorteile in sich. So gelten auch die Sprossen der Mungobohnen als besonderer Jungbrunnen unter den Keimlingen, da sie reich an Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen sind.

Was man alles aus Soja machen kann

Soja ist eine äußerst vielfältige Pflanze, die nicht nur als Lebensmittel ausgezeichnete Qualitäten besitzt. Seit kurzem wird auch der Einsatz von Sojaöl als Grundlage für die Gewinnung von Biodiesel erwogen. Sojaöl bietet sich dank seiner hervorstechenden Umwelteigenschaften (hohe Treibhausklimaneutralität) und wegen seiner sehr hohen Energie-Effizienz (93%) als möglicher idealer Ersatz für Benzin und Diesel an.* Soja begegnet Ihnen auch sehr oft im Alltag, zum Beispiel als Soja-Soße oder in Körperpflege-Lotionen.

Das Beste, was einer Sojabohne passieren kann, ist jedoch die Veredelung zu Soja-Milchersatz-Produkten. Hier gibt es mittlerweile eine breite Palette, die Sie in Ihrem Supermarkt meist neben den Kuhmilchprodukten finden. Lassen Sie sich doch einmal vom frischen und leicht nussigen Geschmack überzeugen!

*Veröffentlichung Juli 2006 der US-amerikanischen National Academy of Sciences: Studien der University of Minnesota und des St. Olaf Colleges in Northfield, Minnesota